Nationales Bergbaumuseum
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Der Eisenerzabbau in Luxemburg

1850-1870 Erste Gruben

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Eröffnung kleiner Tagebaue durch lokale Grundbesitzer und luxemburgische und belgische Hüttenherren. Die Verarbeitungsbetriebe befinden sich allesamt außerhalb des Erzbeckens in Dommeldange und Steinfort, in Belgien und in der Saar. Der Transport wurde zuerst mit Karren, später durch die neuerrichteten Eisenbahnen durchgeführt.

1870-1914 Aufbau eines bedeutenden Industriegebietes

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Hüttenwerke werden im Erzbecken selbst errichtet. Bergwerke und Fabriken werden immer größer und internationaler durch die Investoren (vorallem aus Belgien, Deutschland) und die Arbeiter (aus Italien und Deutschland) Belegschaftsrekord im Bergbau im Jahre 1906: 6875 Bergleute. 1913 zählte Luxemburg zu den 10 weltweit größten Produzenten von Roheisen und Eisenerz.

1914-1948 Krisen und Wiederaufbau

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Deutsche Firmen ziehen sich nach dem Krieg zurück und werden durch belgisch-luxemburgisches (ARBED 1911), französisches (HADIR 1920) und belgisches (MMR 1935) Kapital ersetzt. Zwei Weltkriege, die Wirtschaftskrise von 1921 und die Weltwirtschaftskrise von 1929 führten zum Bankrott kleinerer Unternehmen und zu Massenentlassungen.


Die schließen sich zu Gewerkschaften zusammen und organisierten Kundgebungen und Streiks, die zum ersten Tarifvertrag im Jahr 1936 führen.

1948-1965 Tagebaugruben und Modernisierung

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Abbaumaschinen werden in den unterirdischen Gruben eingeführt. Immer mehr und immer größere Tagebaue ersetzten den unrentablen Stollenbetrieb. Absoluter Produktionsrekord des Erzbeckens im Jahr 1957:7,9 Millionen Tonnen Erz.

1965-1981: Erst Bergbau-, dann Eisen-und Stahlkrise

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Schließung von unrentablen Bergwerken, während die Hüttenwerke auf aus dem Ausland importiertes und wesentlich günstigeres Eisenerz umstellen. Die Stahlkrise (1975) trifft allerdings auch die Fabriken, und führt letztendlich zur Stilllegung der letzten noch verbleibenden Gruben (Thillenberg, Differdange, 1981). Der Staat rettet den Stahlkonzern ARBED, der seine Werke umstrukturiert und die letzte lothringische Mine schließt (Terres-Rouges, Audun-le-Tiche, 1997).